Ascha Energieautark

Bundesland: Bayern
Kommune: Gemeinde Ascha
Einwohnerzahl: < 10.000
Maßnahmenzuordnung:
1.1.1 Klimastrategie auf Stadt-/Gemeindeebene, Energieperspektiven
1.2.1 Kommunale Energieplanung
3.3.2/3.3.3 Wärme/Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen auf dem Gebiet der Kommune

Projektbeschreibung und Vorhaben:
Die Gemeinde Ascha in Bayern hat sich mit ihren knapp 1.540 Einwohnern das ambitionierte Ziel gesetzt, energieautark zu werden.

Hintergrund:
Die Idee, nachhaltig zu wirtschaften und damit die Ressourcen dieser Erde zu schonen bzw. ein natürliches Gleichgewicht zwischen Verbrauch und Energie sicherzustellen, ist nur durch ein starkes Miteinander und mit viel Engagement möglich. Dies ist die Überzeugung der Bürger der Gemeinde Ascha, die aktiv im Zukunftsforum Ascha mitarbeiten. Als Vision wurde der Gedanke entwickelt, dass Gemeinwesen unterschiedlicher Größe, auch kleine wie Ascha, sowohl auf lokaler wie auch auf internationaler Ebene zum Austausch und zur Realisierung von Ideen zusammenarbeiten könnten. Diese Idee wurde schon dahingehend verwirklicht, dass jährlich zahlreiche Besuchergruppen nach Ascha kommen und sich über die zahlreichen zukunftsweisenden, lokalen Projekte informieren. Dies soll einen Nachahmungseffekt für andere Kommunen bedeuten. Nicht zuletzt wurden durch die vielfältigen Beteiligungsmöglichkeiten für die Bürger und die zahlreichen durchgeführten Aktionen und Veranstaltungen die Gemeinschaft und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit gestärkt.

Ergebnisse:
Über Alternative Stromerzeugung werden mittlerweile jährlich erzeugt:

  • Biogas: 5.091.300,000 kWh/a;
  • Photovoltaikanlagen: 3.101.431,100 kWh/a;
  • Holzvergasung: 1.462.513,000 kWh/a

Im Dorfbereich von Ascha sollen die noch vorhandenen mit Öl befeuerten Heizungen durch innovative regenerative Alternativen ersetzt werden, z.B. durch Nutzung des Nahwärmenetzes, Erdwärme, Bürgersolaranlagen usw. Für die Organisation wird ein Projektteam mit Projektleitung eingesetzt. Mit Aufklärungskampagnen soll die Wirtschaftlichkeit dieses Projektes die Bürger noch mehr überzeugen.

Geplant sind außerdem die Errichtung weiterer PV-Anlagen und Bürgersolaranlagen sowie Aktionen zum Thema Energiesparen wie z.B. das Fifty-fifty-Modell, „Ein Dorf spart Energie“, usw.

Aktuell (2014) ist die Revitalisierung des ehemaligen Gasthauses im Ortsteil Gschwendt als NaWaRo-Haus geplant (Bildungszentrum für nachwachsende Rohstoffe, Grundsanierung in energietechnischer Hinsicht).

Quelle: Klima-log