Wie hilft mir die Organuhr?

Neben dem sogenannten Bio-Rhythmus gibt es noch die Veranschaulichung anhand der sogenannten Organ-Uhr. Wann sind unsere Organe aktiv, wann sind sie ruhend. Praxis Danny D. Wenk stellt in diesem Artikel die Organuhr mit ihren verschiedenen Zeitfenstern, Aktivitäten und Organen leicht verständlich vor.

Die Organuhr hilft uns, unseren Tagesablauf neu zu gestalten, wenn wir merken, dass wir gegen unsere innere Taktung leben und handeln. Zuerst jedoch, dürfen wir lernen und verstehen, wann genau was passiert.

Grundsätzlich müssen Sie auf nichts verzichten. Kleine, leichte Veränderungen unterstützen Ihren Körper, Ihre Organe und damit auch Ihr Wohlbefinden. Jede neue und noch so kleine Gewohnheit, die Sie einführen, wird sich in naher Zukunft förderlich und spürbar kenntlich zeigen. Sie spüren den neuen Vorteil, wenn Sie mehr und mehr im Einklang mit Ihrem Energiehaushalt und Körper leben.

Sehen wir uns gemeinsam die einzelnen Zeiten, Organe und Zusammenhänge einmal näher an.

Ihr Zeitplan

5 bis 7 Uhr: Dickdarm aktiv, Niere ruht

Cortisol wird ausgeschüttet, die Lebensgeister erwachen. Richten wir unsere innere “Uhr” auf diesen Zeitrahmen aus, unterstützt uns unser eigener Wachmacher beim Aufwachen. Dein Dickdarm beginnt nun aktiv zu arbeiten.

Unterstützung: Ein Glas stilles Wasser (nicht kalt, auch nicht im Sommer kalt) hilft jetzt dem Körper, die im Schlaf ausgeschwitzte Flüssigkeit wieder aufzufüllen, sowie dem Dickdarm bei seiner Reinigung. Der Dickdarm reguliert den Wasserentzug im Stuhl und sollte daher genügend Flüssigkeit zur Verfügung haben. Übertreibungen mit Flüssigkeit am Morgen sollte man meiden. Keine 3 Tassen Tee, Kaffee oder Ähnliches.

7 bis 9 Uhr: Magen aktiv, Kreislauf ruht

Jetzt ist die Zeit für ein sinnvolles angewärmtes Frühstück. Der Magen ist jetzt aktiv und kann wunderbar arbeiten. Der Kreislauf ruht, daher auf Sport und Anstrengung verzichten.

Unterstützung: Ein wertvolles Frühstück sieht oft anders aus, als uns bisher eingetrichtert wurde. Ein Hafer-/Dinkelbrei ohne “Früchte & Co” ist zu dieser Zeit ratsam. Siehe Beitrag “Ernährung”. Niedrige Glykämie-Werte sowie Reihenfolge der Verdauungszeiten beachten. Wer Früchte mag, sollte diese zu allererst auf leeren Magen essen. Erst danach andere Lebensmittel zu sich führen. Niedriger Glykämie-Lebensmittel-Werte verhelfen einem langsam ansteigenden und konstanten Blutzucker. Wer Zucker liebt, kann gerne auf Kokosblütenzucker zurückgreifen. Brot hat grundsätzlich keinen niedrigen Glykämie-Index, egal ob Vollkorn oder nicht.

9 bis 11 Uhr: Milz aktiv

Ideale Zeit für Höchstleistungen. In dieser Zeitspanne sind wir fit, geistig wie körperlich. Wer trainiert, tut sich hier vie Gutes. Wer Anstrengendes vor sich hat, legt es in diese Zeit. Die Milz ist nicht nur die “Polizei” in unserem System, sie ist federführend an der Herstellung von weißen Blutkörperchen (Abwehr) beteiligt und unterstützt somit unsere eigene Immunabwehr.

Unterstützung: Je weniger Sie in der Zuckerspirale verfangen sind, desto weniger müssen Sie in dieser Phase nachlegen, um eine Unterzuckerung zu vermeiden.

11 bis 13 Uhr: Herz aktiv, Gallenblase ruht

Herzenszeit, dein Herz ist in Bestform. Jetzt ist die passende Zeit, etwas fürs Herz zu tun.

Unterstützung: Ein erholsamer, Kraft tankender Spaziergang, ein entspannender Besuch im Wald, ein berührendes Gespräch, eine kurze Meditation für das innere Gefühlsgleichgewicht. Unterstützen Sie Ihr Herz, Ihren Kreislauf, Ihr Gemüt mit Erholung, Entspannung, Gleichgewicht.

13 bis 15 Uhr: Dünndarm aktiv, Leben ruht

Nicht mehr wundern, warum man in diesem Zeitfenster müde wird, die geistige und körperliche Leistung nachlässt. Der Dünndarm beginnt zu arbeiten. Sämtliche verwertbaren Nährstoffe werden extrahiert, um danach im Körper aufgenommen und verwertet werden zu können. Ruhe ist jetzt genau richtig.

Unterstützung: Ob groß, ob klein, jetzt ist die Zeit für ein Mittagsschläfchen. 20-30 Minuten genügen, um Ihren Körper und Energiesystem nachhaltig zu unterstützen. Vermeiden Sie Zucker, Alkohol, Zweifach-Zucker und Nahrung allgemein, denn die Leber ruht jetzt und der Dünndarm hat genug zu tun.

15 bis 17 Uhr: Blase aktiv, Lunge ruht

Start von 4 Stunden aktive Entgiftung, welche man mit vermehrter Flüssigkeit (stilles Wasser/Tee) unterstützen kann. Die Blase ist jetzt aktiv. Die Konzentrationsfähigkeit und körperliche Kraft kehrt zurück und man ist wieder fit für die nächsten Stunden. Ausdauertraining ist wegen ruhender Lunge suboptimal.

Unterstützung: Aktive Arbeit jetzt in der zweiten Hälfte des Tages erledigen. Beginnen Sie mehr zu trinken. Gehen Sie regelmäßig auf Toilette und halten den Urin nicht unnötig lange in der Blase. Die Abfallstoffe von Ihrer Verdauung werden jetzt aus deinem Körper geschwemmt.

17 bis 19 Uhr: Nieren aktiv, Dickdarm ruht

Ihre Nieren gehen jetzt aktiv an die Aufarbeitung Ihrer Gift- und Schadstoffe heran. Jetzt gilt es die Nieren zu unterstützen, um die Leistungsfähigkeit in den frühen Abend hinein zu gewährleisten.

Unterstützung: Trinken, eventuell leichten Sport, Spaziergänge, Einkaufen gehen, den Rest des Tages erledigen, denn ab 19h läutet der Körper die Ruhe ein.

19 bis 21 Uhr: Kreislauf aktiv, Magen ruht

Der Körper beginnt sich auf die Ruhephase vorzubereiten. Stoffwechsel und Fettverbrennung werden allmählich herunter gefahren, der Magen ruht. Ab jetzt den Magen mit schwerem Essen zu belasten ist gesamtheitlich gesehen wenig hilfreich.

Unterstützung: Jetzt ist die zweite Gelegenheit für Herzensangelegenheiten. Zweisamkeit, Sex und berührende Moment mit Freunden, 19-21h ist der ideale Zeitrahmen dafür.

21 bis 23 Uhr: Melatonin aktiv, Milz ruht

Ihr Körper fährt jetzt auf Ruhe herunter. Das Schlafhormon Melatonin hat seinen Auftritt und strömt in diesem Zeitfenster vermehrt in unser System. Die Harmonisierung unseres Körpersystems beginnt aktiv zu werden.

Unterstützung: Helfen Sie Ihrem Körper und System aktiv in dieser Phase. Vermeiden Sie künstliches, blaues, anregendes Licht und schnelle Lichtimpulse. Fernsehen, Computerspiele, Disko sind jetzt nicht förderlich. Insbesondere spielen jetzt die Eindrücke und Informationen eine Rolle, die auf Ihr System und Geist einwirken. Je harmonischer, liebevoller, erlösender, desto besser.

23 bis 1 Uhr: Gallenblase aktiv, Herz ruht

Zeit für den nächtlichen Schlaf. Blutdruck, Puls und Stoffwechsel fahren nun herunter, Melatonin ist aktiv, Cortisol wird herunter gefahren. Ihr Gehirn beginnt nun die Eindrücke und Erlebnisse des Tages zu verarbeiten. Die Gallenblase trifft ihre Vorbereitungen denn im Anschluss daran wird die Leber aktiv.

Unterstützung: Gehen Sie schlafen, so einfach kann es sein. Vorher gelüftet, frische Luft im Schlafzimmer? Pflanzen aus dem Schlafzimmer entfernt? Steht das Bett in der förderlichen Richtung? Haben Sie tagsüber immer wieder pflanzliches Öl zu sich genommen, so dass die Gallenblase immer wieder kontrahieren kann? Gönnen Sie sich den Schlaf. Kurz vor dem Einschlafen, können Sie Ihren Tagesablauf noch einmal rückwärts gehen, das unterstützt maßgeblich Ihren tiefen, erholsamen Schlaf.

1 bis 3 Uhr: Leber aktiv, Dünndarm ruht

Für die Entgiftung benötigt der Körper, im Speziellen die Leben, hohe Menge an Energie. Im Idealfall ruht jetzt der Körper und Sie schlafen dabei. Ruhe ist jetzt das A und O. Die Leber arbeitet jetzt auf Hochtouren. Wer jetzt wach ist, sollte tunlichst Anstrengung, ganz besonders aber Einfachzucker & Alkohol vermeiden.

Unterstützung: Alles was Sie hierbei unterstützend tun können, sollten Sie vorher am Tag bereits getan haben. Cholin-haltige Lebensmittel und Kurkuma zum Beispiel oder milchsauer-Vergorenes, wie rohes Sauerkraut, Brotrunk, all das unterstützt Ihren Darm und bei der Entgiftung die Leber. Die wichtigste Unterstützung ist jetzt Schlaf.

3 bis 5 Uhr: Lunge aktiv, Blase ruht

Unsere Lungen reinigen sich, jeden Tag respektive jeden Nacht zwischen 3 und 5 Uhr. In diesem Zeitraum übernimmt die Lunge Ruder. Sie reinigt sich.

Unterstützung: Schlafen und vor dem Schlaf ausgiebig lüften. Frische Luft tut gut. Eine wertvolle Information können wir in dieser Zeitraum sehr gut nachvollziehen. Wenn unser Körper schläft, fahren die körperlichen Aktivitäten herunter, allerdings fährt zeitgleich die Sensibilität hoch. Das bedeutet unser Körper reagiert auf Einflüsse aus unserem Umfeld deutlich sensibler. Was uns im Wachbewusstsein womöglich weniger reizt, wird im Schlaf wahrgenommen, wie eine 10 oder 100-fache Dosis. Deshalb achten Sie bitte darauf, keine Lebendpflanzen im Schlafzimmer zu positieren, vermeiden Sie maximal Wohngifte, welche durch Möbel, Schränke, Bekleidung ausdünsten könnten. Sie werden auch merken, ob Sie Luftzug und Staubaufwirbelung nachts wirklich gut vertragen.

Nachwort

Mit dieser Übersicht und Wissen können Sie ohne große Einschränkungen Ihr Leben etwas Körper & Energie-freundlicher gestalten. Natürlich wird es immer Situationen geben, wo Sie zurecht sagen: "Wie soll ich das denn bitte machen". Denken Sie immer daran, dass von niemanden erwartet wird, sein Leben sofort umzukrempeln. Veränderung erfolgt immer schrittweise. Stück für Stück legt man sich neue Gewohnheiten zu und ersetzt alte Gewohnheiten. Irgendwann werden Sie womöglich den Großteil dieser Zeitphasen wunderbar meistern.
Die größte Zeitphase können Sie mit einem Ruck ändern, dass ist der Schlaf ab 23 Uhr.
Sie haben noch Fragen? Schreiben Sie mir oder vereinbaren Sie einen Termin!
Herzliche Grüße
Danny D. Wenk